YouTube: Änderung der Nutzungsbedingungen von YouTube – Echt, Spam oder Fake?

YouTube Neue Nutzungsbedingungen E-Mail
YouTube informiert alle Nutzer über neue Nutzungsbedingungen. (Quelle: canva.com)

Haben Sie auch eine E-Mail von Google beziehungsweise YouTube mit dem Betreff „Änderung der Nutzungsbedingungen von YouTube“ bekommen? Viele Verbraucher stellen sich die Frage, ob diese E-Mail echt ist. Wir erklären, wie Sie sich verhalten sollten.

E-Mails von YouTube landen bei vielen Nutzern nicht so oft in den virtuellen Postfächern. Lediglich aktive YouTuber finden in Ihrem Postfach häufiger Benachrichtigungen bei neuen Abonnenten oder Kommentaren. Immer häufiger handelt es sich bei überraschenden E-Mails von Google um Spam, der von Cyberkriminellen versendet wird. Doch auch der Suchmaschinenriese selbst versendet E-Mails. Diese enthalten meist wichtige Informationen rund um Ihr Kundenkonto. Auch andere Online Dienste informieren ihre Nutzer per E-Mail über neue AGB, wie zuletzt PayPal.

YouTube passt immer wieder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) an die gesetzlichen Regelungen und den Markt an. Um Ihnen als Kunde diese Änderungen wirksam zu eröffnen, erhalten Sie eine entsprechende E-Mail. Diese Nachrichten werden mit dem Absender YouTube <no-reply@youtube.com> und dem Betreff „Änderung der Nutzungsbedingungen von YouTube“ versendet. Die im Text enthaltenen Links leiten Sie auf die entsprechenden Seiten von Google. Allerdings warnen wir ausdrücklich vor dem Öffnen der Links in unaufgefordert zugesandten E-Mails. Zu groß ist das Risiko, dass Sie auf eine Phishing-Mail hereinfallen.

Warum erhalten Sie die E-Mail von Google?

Wie schon erwähnt passt Google regelmäßig die AGB an. Das kann verschiedene Gründe haben. Neue Vorschriften oder Verordnungen oder auch Preisanpassungen machen eine Änderung der Nutzungsbedingungen von YouTube notwendig. Derzeit werden Sie über eine Änderung, die am 01. Juni 2021 in Kraft tritt, informiert. Die E-Mail von Google wird unpersonalisiert versendet, sodass diese gern als Spam eingestuft wird. In vielen Fällen handelt es sich jedoch um eine echte E-Mail von Google beziehungsweise YouTube.  Und so sieht die aktuelle E-Mail aus:

Mit dieser E-Mail möchten wir dich darüber informieren, dass wir die Nutzungsbedingungen („Bedingungen“) von YouTube aktualisieren, um sie verständlicher zu formulieren und für Nutzer transparenter zu gestalten. Die Bedingungen wurden in den USA bereits im November 2020 aktualisiert. Diese Änderungen sollten sich nicht wesentlich auf deine Nutzung des YouTube-Dienstes auswirken.

Zusammenfassung der Änderungen:
Einschränkungen bei der Gesichtserkennung: In den Nutzungsbedingungen war schon zuvor geregelt, dass Informationen, welche die Identifizierung einer Person ermöglichen könnten, nicht ohne deren Zustimmung erhoben werden dürfen. Dazu gehörten schon immer Daten zur Gesichtserkennung. In den aktualisierten Nutzungsbedingungen wird dies jetzt aber explizit erwähnt.
Recht von YouTube auf Monetarisierung: YouTube ist berechtigt, alle Inhalte auf der Plattform zu monetarisieren und Anzeigen in Videos von Kanälen einzublenden, die nicht am YouTube-Partnerprogramm teilnehmen.
Tantiemen und Steuerabzug: Zahlungen von YouTube an berechtigte Creator gelten aus US-Steuersicht als Tantiemen und Google behält, sofern gesetzlich vorgeschrieben, Steuern von diesen Zahlungen ein.

Du solltest dir die aktualisierte Version der Bedingungen genau durchlesen. Die neuen Bedingungen treten am 1. Juni 2021 in Kraft und gelten für Nutzer außerhalb der USA. Mit der fortgesetzten Nutzung von YouTube stimmst du den neuen Bedingungen zu. Hinweis: Wenn dein Kind YouTube Kids nutzen darf, akzeptierst du die neuen Bedingungen auch für dein Kind.

Weitere Informationen findest du in der YouTube-Hilfe.

Optisch sieht die Nachricht von YouTube so aus:

YouTube E-Mail neue Nutzungsbedingungen
So sieht die echte E-Mail von YouTube zu den neuen Nutzungsbedingungen aus. (Quelle: Screenshot)

An dieser Stelle können wir Sie beruhigen und Entwarnung geben. Es handelt sich hierbei um eine echte E-Mail von YouTube. Alle Links in der Nachricht leiten Sie auf die echte Google-Webseite. Einfach zu erkennen ist dies leider nicht, da die URL von Google etwas ungewöhnlich beginnt. Das erkennen Sie, wenn Sie mit dem Mauszeiger auf den Link gehen, ohne ihn anzuklicken. Dieser beginnt mit: „https://notifications.google.com/„. Es handelt sich dabei um einen echten Link zu Google.

Bevor Sie Links in einer unaufgeforderten E-Mail anklicken, sollten Sie in jedem Fall prüfen, ob die hinterlegte Webadresse mit „https://notifications.google.com/“ beginnt.

Müssen Sie jetzt handeln?

Wenn Sie die E-Mail erhalten haben, müssen Sie eigentlich nichts weiter tun. Es sei denn, Sie sind mit den Änderungen der Nutzungsbedingungen nicht einverstanden. Dann können Sie selbstverständlich einen Widerspruch formulieren oder Ihr Konto schließen. Das wird zur Folge haben, dass Sie YouTube zukünftig nicht mehr nutzen können. Reagieren Sie nicht auf die E-Mail, geben Sie automatisch Ihr Einverständnis und akzeptieren die Änderungen.



In die Phishing-Falle nicht erst reintappen

Wenn Sie sich bei einer E-Mail nicht sicher sind und diese unaufgefordert in Ihrem Postfach gelandet ist, gibt es nur eine Empfehlung: Klicken Sie keine Links an. Möchten Sie sich dennoch über die neuen oder aktuellen Nutzungsbedingungen informieren, sollten Sie die Webseite von Google oder YouTube individuell aufrufen. Geben Sie dazu die Ihnen bekannte Webadresse in die Adresszeile Ihres Browsers ein. In diesem Fall wäre es „https://www.google.com“ oder „youtube.com“.

Spam-Verdacht oder gefälschte Nachricht melden

Wenn Sie in Ihrem Postfach eine scheinbar gefälschte Nachricht finden oder sich bei einer E-Mail nicht sicher sind, ob es sich um Spam handelt, helfen wir Ihnen gern. Leiten Sie diese Nachricht an redaktion@dermike.de weiter. Unser Expertenteam nimmt sich der Sache an und gibt Ihnen, wenn Sie es wünschen, eine Rückmeldung. Handelt es sich um Spam oder eine Fälschung, verfassen wir eine Warnung zum Schutz anderer Nutzer.

In einem ausführlichen Ratgeber erklärt DerMike woran Sie Phishing-Mails erkennen.




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