Lebensmittelvorrat: Nahrungsmittel-Einkaufsliste für den Notfall

Vorrat Lebensmittel Konserven Symbolbild
(Quelle: planet_fox auf Pixabay )

Ein Notfall kann jederzeit eintreten. Das ist vielen Menschen seit der Coronakrise besonders bewusst. Doch ganz unabhängig von bestimmten Ereignissen ist es sinnvoll, wenn Sie einen Grundvorrat an Lebensmitteln zuhause haben. Die Bundesregierung gibt sogar konkrete Empfehlungen.

Bei Vorsorge für den Notfall denken viele Verbraucher gleich an Krieg und das es lange Zeit nichts mehr zu kaufen gibt. Doch darum geht es beim Lebensmittelvorrat weniger. Vielmehr sollen Sie sich mit einem Vorrat an Grundnahrungsmitteln eindecken, um einige Tage damit überleben zu können.

Heute sind wir es gewöhnt, dass alle Dinge nicht nur im Überfluss, sondern zu jeder Tages- und Nachtzeit verfügbar sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie ein wichtiges Medikament benötigen oder schlicht ein paar Lebensmittel, um die Familie zu versorgen. Erst recht haben Sie sich daran gewöhnt, dass der Strom jederzeit aus der Steckdose kommt und das Wasser aus dem Wasserhahn läuft. Aufgrund dieser permanenten Verfügbarkeit heben die wenigsten Verbraucher Lebensmittel auf Lager, wie das unsere Großeltern als Selbstverständlichkeit praktiziert und manchmal etwas übertrieben haben.


Sollte man einen Notvorrat anlegen?

Ohne jeden Zweifel, ja, dass sollten Sie. Denn heute sind wir mehr als je zuvor von Systemen abhängig, die nahezu jederzeit ausfallen können. Das wird nie großflächig passieren und wahrscheinlich auch nicht dauerhaft. Doch Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Sturm können sehr schnell dafür sorgen, dass die ständige Verfügbarkeit regional nicht mehr gegeben ist. Die letzten Hochwasserkatastrophen haben gezeigt, dass Geschäfte schließen mussten und es Probleme mit dem Nachschub der Ware gibt.

Auch ein größerer Ausfall der Stromversorgung oder des Internets hat heute enorme Auswirkungen. Öffentliche Einrichtungen einschließlich Geschäften und Tankstellen öffnen dann nicht mehr. Gut ist es, wenn Sie zuhause ein paar Lebensmittel auf Vorrat haben, um die wenigen Tage, bis alles wieder läuft, nicht zu hungern.

Wie sollte der Lebensmittelvorrat gelagert werden?

Besonders wichtig ist, dass Sie bei dem Lebensmittelvorrat auf die Haltbarkeit der Produkte achten und diese regelmäßig wälzen. Die Gefriertruhe ist für einen alleinigen Notvorrat an Nahrungsmitteln nicht geeignet. Denn wenn der Strom ausfällt, schmilzt auch Ihr Vorrat. Folgende Tipps sollten Sie in Bezug auf die Vorratshaltung beachten.

  • Getränke sind wichtig. Bevorraten Sie sich mit haltbaren Getränken wie Mineralwasser oder Fruchtsäfte.
  • Verwenden Sie die Lebensmittel, die Sie auch sonst essen und mit deren einfacher Zubereitung Sie vertraut sind. Machen Sie keine Experimente, nur weil ein Lebensmittel besonders lange haltbar ist.
  • Achten Sie darauf, dass Sie den Notvorrat auch ohne Kühlung lange aufbewahren können. Außerdem ist wichtig, dass Sie Produkte lagern, die Sie auch kalt und ohne weitere Zubereitung essen können.
  • Achten Sie auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und verbrauchen Sie die Produkte ständig. Füllen Sie den Bestand aber gleich wieder auf. Bei Produkten ohne Angabe einer Haltbarkeit sollten Sie sich das Kaufdatum aufschreiben.
  • Bewahren Sie die Nahrungsmittel in einem kühlen, trockenen und dunklen Raum auf. Eine Luftdichte Verpackung ist zu empfehlen, da Sie es sonst schnell mit Schädlingen zutun bekommen könnten.
  • Gefrorene Produkte können Sie in den Notvorrat mit einbeziehen. Denken Sie aber daran, dass diese bei einem Stromausfall auftauen und recht schnell verspeist werden müssen.
  • Vergessen Sie bei dem Notvorrat nicht Ihre Haustiere oder eventuell notwendige Kost für Allergiker oder Baby-Nahrung.

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Was sollten Sie immer zuhause haben?

Es gibt einige Produkte, die Sie unabhängig vom Notvorrat ständig zuhause haben sollten. Diese benötigen Sie häufig schon, wenn ein Magen-Darm-Virus die Familie aus der Spur bringt oder Sie aus anderen gründen einmal nicht einkaufen können. Zu den Produkten gehören:

  • Knäckebrot und Zwieback
  • Nudeln und Reis
  • Obst und Gemüse
  • Kartoffeln und Konserven

Diese Lebensmittel benötigen Sie für 10 Tage

Die Bundesregierung empfiehlt, dass Sie einen Lebensmittel-Vorrat für 10 Tage anlegen sollten. Das reicht erfahrungsgemäß, um kleinere bis mittelgroße Engpässe gut zu überstehen. Denken Sie vor allem an Getränke, denn diese sind zum Überleben für den Menschen besonders wichtig. Die nachfolgenden Lebensmittel sollten auf die Einkaufsliste für Ihre Speisekammer (jeweils pro 1 Person):

Getränke 20 Liter

In der Menge ist ein Puffer für die Zubereitung von Lebensmitteln mit einkalkuliert. Denn wenn es kein frisches Wasser mehr gibt, benötigen Sie beispielsweise auch Wasser zum Reis oder Nudeln kochen. Lagern Sie mehr Mineralwasser als Fruchtsäfte. An diese Produkte sollten Sie denken:

  • Mineralwasser
  • Zitronensaft
  • Kaffee (Pulver)
  • Teebeutel
Getreideprodukte 3,5 KG
  • Haltbares Vollkornbrot
  • Zwieback
  • Knäckebrot
  • Nudeln
  • Reis
  • Haferflocken / Getreideflocken
  • Kartoffeln
Gemüse / Hülsenfrüchte 4 KG

Getrocknete Produkte eignen sich nicht optimal, da Sie für die Zubereitung zusätzlich Wasser benötigen. Konserven  sind dagegen bereits gekocht und mit wenig Aufwand verzehrfähig.

  • Bohnen, Erbsen, Möhren
  • Rotkraut und Sauerkraut
  • Spargel
  • Mais
  • Pilze
  • Saure Gurken, Rote Beete
  • Zwiebeln
Obst und Nüsse 2,5 KG

Vorsicht bei Frischobst: Dieses ist meist nicht lange lagerfähig. Auch hier sind Konserven zu empfehlen.

  • Kirschen, Birnen, Aprikosen, Mandarinen, Ananas
  • Rosinen
  • Haslenusskerne
  • Trockenpflaumen
  • Frischobst (Äpfel, Birnen, Bananen, Orangen)
Milchprodukte 2,6 KG
  • Haltbare Milch
  • Hartkäse
Eier, Fisch und Fleisch 1,5 KG

Vorsicht bei frischen Eiern. Diese sind nicht lange haltbar. Für den Notvorrat sollten Sie eher Volleipulver verwenden.

  • Thunfisch, Ölsardinen, Heringsfilet
  • Corned Beef
  • Leberwurst, Salami, Bockwürste
  • Eier
Fette und Öle 0,5 KG
  • Butter, Margarine
  • Speiseöl
  • Streichfett
Sonstige Produkte

Denken Sie auch an Produkte, die Sie sonst auch verwenden, wie Zucker, Süßstoff, Honig, Marmelade, Schokolade, Jodsalz, Fertiggerichte wie Ravioli, Kartoffelbrei, Mehl, Salzstangen usw.

Sie bestimmen selbst, was Sie gern essen und damit mehr bevorraten oder was Sie gar nicht benötigen. Die Aufzählung dient nur als Anhaltspunkt, damit Sie nichts vergessen.


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