Sichere Passwörter festlegen und nicht vergessen – so geht’s

Passwort Kennwort Login Anmeldung Symbolbild
(Quelle: pixabay.com/mohamed_hassan)

Viele Internetnutzer haben Probleme, wenn es um die Wahl des richtigen Passwortes geht. Schließlich soll dieses sicher und gleichzeitig gut zu merken sein. Eine Kombination die schier unmöglich erscheint. Wir erklären, wie Sie sichere Passwörter generieren und wie Sie diese nicht gleich wieder vergessen.

Sobald Sie sich im Internet bewegen, kommen Sie zwangsläufig auf das Passwort-Problem. Denn mit einem Kennwort wird jedes Onlinekonto abgesichert. Da spielt es keine Rolle, ob Sie im Internet einkaufen oder ein Google-Konto für Ihr Android-Smartphone anlegen. Je nach Onlinekonto wird darin nahezu Ihr gesamtes digitales Leben gespeichert. So enthält beispielsweise das Google-Konto oft mehr Informationen, als die Nutzer zunächst denken.

Immer mehr Internetnutzer kommen mit dem Thema Datendiebstahl und Hacker in Berührung. Ist ein Passwort einmal geklaut oder gehackt, ist der Ärger oft besonders groß. Noch schlimmer ist es, wenn das Kennwort für Ihr E-Mail-Konto gestohlen wird. Dieses ist oft der Schlüssel zu allen weiteren Onlinediensten, sodass die Kriminellen sich in aller Ruhe an Ihren Daten bedienen können.

Artikelbild Instagram

Instagram: Neues Konto eröffnen – so gehen Sie vor!

Sie wollen ein Konto beim Onlinedienst Instagram einrichten? Das ist kein Problem und in kurzer Zeit erledigt. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt wie Sie dabei vorgehen. Wie hilfreich war dieser Beitrag? Bewertung Abschicken Durchschnittliche

Wie kommen Kriminelle an Ihre Passwörter?

Dafür gibt es diverse Technologien und Möglichkeiten. Viele persönliche Daten und Passwörter werden durch Datendiebstähle gewonnen. Cyberkriminelle dringen bei großen Unternehmen und Onlinediensten in die IT-Infrasturktur ein und stehlen dort ganze Datenbanken oder Teile davon. Die so gewonnenen Informationen werden dann im Internet verkauft. In manchen Fällen helfen die Nutzer selbst den Ganoven. Beispielsweise dann, wenn Sie auf Phishing-Mails oder Fake-SMS hereinfallen und Daten auf einer gefälschten Webseite eingeben. Im nachfolgenden Video können Sie sich ansehen, wie solch ein Phishing-Angriff abläuft, bei dem Ihre Daten gestohlen werden.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Auch mit einem einfachen und demzufolge nicht sicheren Passwort können Sie den Betrügen helfen. Hacker nutzen nämlich Software, welche einfach alle Zeichenkombinationen durchprobiert. Auch auf diese Weise gelangen die Kriminellen früher oder später an das richtige Passwort. Verwenden Sie allerdings 12345 als Kennwort, was immerhin zu den beliebtesten Passwörtern der Deutschen gehört, ist das für die Software in Sekunden geknackt. Bei schwierigen und sicheren Kennwörtern muss die Software dagegen einige Wochen, Monate oder Jahre arbeiten, um die Kombination herauszubekommen.

Nachfolgend erklären wir die wichtigsten Anforderungen, die Sie bei der Vergabe eines neuen Passwortes wissen müssen.

1. Die Länge des Passwortes

Grundsätzlich gilt: Je länger ein Passwort ist, umso sicherer ist es. Allerdings ist die Länge des Kennwortes alleine nicht entscheidend. Laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sollten Passwörter für Onlinedienste mindestens 8 Zeichen lang sein. Einige Onlinedienste legen jedoch eigene Mindestanforderungen fest, was die Länge und den Aufbau eines Kennwortes betrifft.

2. Zeichen in einem Passwort

Je mehr Zeichen und Sonderzeichen ein Passwort enthält, umso schwieriger kann es geknackt werden. Deshalb sollten Kennwörter immer aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen. Doch auch hier schreiben einige Anbieter aufgrund technischer Vorgaben Abweichungen vor.

3. Einfache Wörter sind in Passwörtern tabu

Verwenden Sie keine einfachen Wörter oder gar Phrasen mit einem Bezug zu Ihnen. Diese sind unsicher. Besonders beliebt sind in Deutschland seit Jahren Kennwörter wie „12345678“ oder „qwertz“. Diese sind allerdings sehr unsicher. Sie könnten Ihre Daten dann auch gleich frei verfügbar ins Internet stellen. Auch Ihren eigenen Namen oder das Geburtsdatum sollten Sie nicht verwenden. Besonders sicher sind Kennwörter, die eine willkürliche Zeichenkombination enthalten und damit nicht im Duden stehen.

4. Passwörter dürfen nur einmal verwendet werden

Viele Nutzer verwenden zwar ein kompliziertes und recht sicheres Kennwort, allerdings bei allen Onlinediensten das gleiche. Das mag zwar leicht zu merken sein, ist allerdings vollkommen unsicher. Denn wenn das Passwort bei einem Onlinekonto geknackt wird oder durch einen Datendiebstahl in fremde Hände gerät, hat der Cyberkriminelle praktisch einen Generalschlüssel für alle Onlinekonten. Deshalb gilt: Verwenden Sie für jedes Onlinekonto ein vollkommen unterschiedliches Passwort.

5. Ändern Sie Passwörter

Sie sollten grundsätzlich jedes Passwort ändern, welches Ihnen von einem Anbieter zugesandt wird. Schließlich könnte dieses auch anderen Personen bekannt sein. Zudem ist es generell nicht schädlich, wenn Sie Ihre Passwörter von Zeit zu Zeit ändern. Auf diese Weise verhindern Sie, dass ein ausspioniertes Passwort über längere Zeit genutzt wird. Bei uns finden Sie Anleitungen für die Passwortänderung bei beliebten Onlinediensten.

So erstellen Sie sichere und leicht zu merkende Passwörter

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Sie ein langes und kompliziertes Passwort generieren können. Eine große Herausforderung ist dabei natürlich, dass Sie sich das sichere Passwort auch merken können. Bei der Vielzahl der verwendeten Onlinedienste ist das ein echtes Problem. Doch es gibt verschiedene Möglichkeiten.

1. Nutzen Sie einen Passwort-Manager

Mit einem Passwortmanager können Sie einerseits sehr leicht sichere Kennwörter aus einer Kombination in beliebiger Länge und mit diversen Zeichen erstellen. Andererseits ist ein Passwortmanager eine Art Tresor, der Ihre gesamten Kennwörter verwaltet und speichert. Zugang zu dem Passwortmanager bekommen Sie mit einem Masterpasswort. Das ist das einzige, welches Sie sich merken müssen. Je nach Software werden die Kennwörter dann auf Webseiten und auf dem Handy vollautomatisch durch den Passwortmanager eingetragen. Alternativ schlagen Sie manuell nach.

2. Auch Eselsbrücken können helfen

Mit einer Eselsbrücke können Sie bei entsprechender Kreativität viele verschiedene Passwörter erstellen und sich diese sogar merken. Dabei geht diese Vorgehensweise nicht zu Lasten der Kennwort-Sicherheit. Sehen Sie im nachfolgenden Video, mit welcher Eselsbrücke Sie komplizierte Passwörter erstellen und wie Sie sich diese gegebenenfalls merken können.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Login über andere Onlinedienste ist keine gute Option (Single-Sign-On)

Viele Onlinedienste bieten die Möglichkeit, dass Sie sich mit der Anmeldung bei sozialen Netzwerken auch auf fremden Webseiten einloggen können. Beispielsweise können Sie sich dann mit einem Klick anmelden, wenn Sie auf dem Computer gerade in Ihrem Facebook, Amazon oder Google-Konto angemeldet sind. Das Verfahren nennt sich Single-Sign-On. Es gibt auch spezielle Anbieter, die einen Login für verschiedene Webdienste anbieten.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Sie müssen sich nicht so viele Passwörter merken. Empfehlenswert ist dies Vorgehensweise dennoch nicht. Denn wenn ein Hacker beispielsweise Ihre Zugangsdaten von Facebook ausspäht, hat er gleichzeitig auch Zugriff auf alle Onlinedienste, bei denen Sie sich mit Facebook anmelden. Wir raten deshalb davon ab, das Single-Sign-On Verfahren zu oft zu nutzen.

Haben Sie Fragen zu sicheren Passwörtern?

DerMike.de erklärt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die Kennwörter bei den populärsten Onlinediensten ändern. Außerdem können Sie die Kommentare unterhalb des Artikels nutzen, um Ihre Fragen zu diesem Thema zu stellen und mit anderen Lesern zu diskutieren.



Weitere Links

Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Durchschnittliche Bewertung 5 / 5. Anzahl Bewertungen: 1

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Weil du diesen Beitrag nützlich fandest...

Folge uns in sozialen Netzwerken!

Es tut uns leid, dass der Beitrag für dich nicht hilfreich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.