Fieser WhatsApp Betrug: „Mama, ich habe eine neue Handynummer!“ – So fallen Sie nicht darauf herein

WhatsApp Betrug Sohn Tochter
Kriminelle geben sich in einer gemeinen WhatsApp-Nachricht als Sohn oder Tochter aus und zocken ahnungslose Opfer ab.

Wie gefährlich ist die WhatsApp-Nachricht „Mama, ich habe eine neue Handynummer.“ wirklich? Kriminelle haben den WhatsApp Messenger für Ihre Betrügereien entdeckt und versuchen ganz modern per WhatsApp ahnungslose Nutzer abzuzocken. Dabei kommt eine Masche zum Einsatz, die am Telefon schon seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert wird. Wir erklären, wie Sie sich schützen.

Eigentlich klingt die Nachricht vertraut und fast jeder hat schon einmal eine WhatsApp-Nachricht mit diesem oder einem ähnlichen Inhalt bekommen. Es geht um Nachrichten wie „Papa, ich habe eine neue Handynummer. Du kannst die alte Telefonnummer löschen“. Meist sind die Nachrichten noch mit lustigen Smiley oder Herzchen verziert. Ansich ist dagegen auch gar nichts einzuwenden, wenn Ihnen wirklich Ihr Sohn oder Ihre Tochter schreibt. Tatsächlich geben sich jedoch Betrüger als Ihr Sohn oder Ihre Tochter aus. Und natürlich geht es am Ende ums Geld.

Die meisten Empfänger solcher Nachrichten antworten leider falsch. Sie fragen ganz unbescholten „Bist Du es Max?“. Und schon sind Sie in die Falle getappt. Denn bei der Masche handelt es sich um den alt bekannten Enkeltrick, dem die Kriminellen ein Update verpasst haben. Während die Fragen früher per Telefon gestellt wurden, nehmen die Betrüger heute ganz modern per Messenger Kontakt auf. Auf WhatsApp ist die Masche allerdings nicht beschränkt. Sie funktioniert auch per SMS. Nach der Kontaktaufnahme kommt der Betrüger recht schnell zur Sache und hat oft leichtes Spiel.



So läuft die WhatsApp-Betrugsmasche in der Praxis ab

Zuerst bekommen Sie die Nachricht mit der Information über die Telefonnummer. Die Texte variieren, suggerieren jedoch immer, dass Ihre Tochter oder Ihr Sohn schreibt. Wenn Sie tatsächlich einen Sohn oder eine Tochter im entsprechenden Alter haben, werden Sie möglicherweise reagieren. Den meisten Empfängern fällt nicht auf, dass die WhatsApp-Messages oder SMS in der Regel keinen Namen beinhalten.

Wenn Sie auf die Nachricht antworten und möglicherweise nachfragen, ob die Nachricht tatsächlich von Ihrem Kind stammt, sitzen Sie meist schon in der Falle. Vollkommen unbewusst schreiben Sie in der Antwort wahrscheinlich den Namen Ihres Kindes. Dadurch bekommen die Betrüger ihre Identität. Anschließend kommen die Kriminellen recht schnell zum Punkt. Sie täuschen eine Notlage vor und bitten in der Regel um Geld. So könnte der Text lauten:

Mama, ich habe ein Problem. Da ich mein Handy verloren habe, funktioniert mein Onlinebanking nicht. Ich muss aber dringend eine Rechnung bezahlen, wo ich schon eine Mahnung bekommen habe. Kannst Du das für mich überweisen? Ich gebe Dir das Geld am Wochenende in Bar zurück.

Wer kann seinem Kind da schon ein „Nein“ geben. Die scheinbare Tochter oder der vermeintliche Sohn teilt anschließend die Bankverbindung und den Verwendungszweck mit. Auf diese Weise wechseln oft Beträge im vierstelligen Bereich den Besitzer. Die Opfer merken erst viel später, dass nicht das eigene Kind, sondern ein Betrüger, geschrieben hat. Dann ist es meist schon zu spät.

So schützen Sie sich vor dem Betrug per WhatsApp oder SMS

Wie bereits erwähnt, ist die Masche nicht neu. In der Vergangenheit wurden mit dem Enkeltrick vor allem ältere Menschen reingelegt. Aktuell werden die Opfer immer jünger, da die Kriminellen sich nicht mehr als Enkel, sondern als Sohn oder Tochter ausgeben. Dennoch gelten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen, mit denen Sie sich vor dem Betrug wirksam schützen können:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Ihre Kinder nicht mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer Ihnen die WhatsApp-Nachricht geschrieben hat, sondern fordern Sie den Absender grundsätzlich dazu auf, seinen Namen selbst zu nennen.
  • Stellen Sie Kontrollfragen um zu ermitteln, ob wirklich Ihr Sohn oder Ihre Tochter schreibt. Fragen Sie Fakten ab, die wirklich nur Ihre Tochter oder Ihr Sohn wissen kann.
  • Rufen Sie Ihr Kind unter der bekannten Handynummer an. Handelt es sich um Betrug, bekommen Sie so heraus, dass Ihr Kind Ihnen nicht geschrieben hat.
  • Überweisen Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Bestehen Sie darauf, dass Ihre Tochter oder Ihr Sohn anruft oder persönlich vorbeikommt.

Was sollten Sie als Opfer des Tochter/Sohn-Betrugs tun?

Viele Opfer sprechen weder mit der Familie noch gehen sie zur Polizei. Zu groß ist die Scham, auf einen solchen billigen Trick hereingefallen zu sein. Doch das ist falsch. Wichtig ist, dass Sie als Opfer des WhatsApp-Tricks unbedingt eine Anzeige bei der Polizei erstatten. Tun Sie das so schnell als möglich. Es werden immer wieder derartige Betrüger gefasst.

Als WhatsApp-Nutzer sollten Sie sich auch vor den gefälschten WhatsApp-Nachrichten im Namen des BKA in Acht nehmen. Zudem warnen wir immer wieder vor dubiosen Kettenbriefen, in denen Ihnen dubiose Gutscheine versprochen werden. Interessant könnten für Sie auch unsere WhatsApp-Anleitungen sein:



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