Polizei warnt: WhatsApp-Nachrichten im Namen vom BKA sind Fake

Polizei warnt vor Fake-Nachrichten im Namen vom BKA auf WhatsApp
(Quelle: Screenshot/Bundeskriminalamt auf Facebook)

Per WhatsApp nehmen skrupellose Betrüger Kontakt mit ahnungslosen Bürgern auf. Es geht in den Nachrichten eigentlich um eine Warnung vor Verbrechern. Tatsächlich ergaunern die Täter über eine Hintertür Wertgegenstände und Bargeld. Wir erklären, wie die Masche funktioniert und wie Sie sich schützen.

Die Masche ist eigentlich nicht neu. Seit Jahren verwenden Kriminelle diese Vorgehensweise, um an Wertgegenstände, Schmuck und Bargeld zu gelangen. Neu ist allerdings das Medium, welches die Täter nutzen. Damit einher geht, dass auch die Zielgruppe vergrößert wird. In der Vergangenheit nahmen die Betrüger per Telefon Kontakt auf. Opfer waren meist ältere Menschen. Jetzt werden die Ganoven modern, nehmen per WhatsApp Kontakt auf und erreichen so auch jüngere Menschen.

Diesmal treten die Betrüger im Namen des Bundeskriminalamtes (BKA) auf und verwenden in Ihren Nachrichten auch das BKA-Logo. Auf viele Empfänger der Nachricht macht diese zunächst einen seriösen Eindruck. Leider fallen immer wieder Nutzer auf diese Masche herein. Letztlich verlieren diese Ihre gesamten Wertgegenstände und oft auch noch Bargeld.

Wichtig: Die hier beschriebenen Nachrichten stammen weder vom Bundeskriminalamt, noch von der Polizei. Die Namen und Logos der Behörden werden missbräuchlich verwendet.

Die WhatsApp-Nachricht

Bei vielen Empfängern sitzt der Schreck tief, wenn sie Post vom Bundeskriminalamt bekommen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Nachricht per guter alter Post kommt oder ganz modern per WhatsApp Messenger. In der Nachricht wird der Empfänger damit konfrontiert, dass in der unmittelbaren Umgebung des Wohnortes Wohnungseinbrüche geplant sind. Angeblich handelt es sich um organisierte Banden. Das vermeintliche BKA berichtet, dass auch an der Adresse des Empfängers ein Einbruch geplant ist.

Die Message wirkt besonders echt, da die Täter in ihrer Botschaft sogar vor bekannten Betrugsmaschen warnen. Der Empfänger der Warnungen soll sich telefonisch mit dem vermeintlichen Bundeskriminalamt in Verbindung setzen. Dazu ist eine Handynummer angegeben.

Betrüger lassen sich von Ihren Opfern anrufen

Während in der Vergangenheit die Täter selbst telefonisch oder persönlich Kontakt mit ihren Opfern aufgenommen haben, lassen sich diese nun vom Opfer anrufen. Die Handynummer ist in der WhatsApp-Nachricht enthalten. Im Telefonat versuchen die Täter das Vertrauen der potenziellen Opfer zu gewinnen. Bei dieser Gelegenheit finden die Betrüger heraus, ob das Opfer Wertgegenstände besitzt. Es geht um Schmuck, Bargeld und Wertgegenstände. Um diese vor dem geplanten Einbruch zu schützen, sollen die potenziellen Opfer ihre Wertgegenstände an einen BKA-Mitarbeiter übergeben. Dazu sollen diese außerhalb des Hauses deponiert werden, damit der BKA-Beamte diese zur Vermögenssicherung abholen kann.

Sobald die Wertgegenstände übergeben werden, sind diese für immer weg. Denn der angebliche Beamte des Bundeskriminalamtes ist ein Betrüger, der die Wertgegenstände entwendet.



Welche Abwandlungen der Betrugsmasche gibt es

Die Täter passen ihre Vorgehensweise ständig an und nutzen andere Maschen, die jedoch sehr ähnlich sind. So nehmen die Ganoven beispielsweise auch im Namen der Polizei, Kriminalbeamten oder Mitarbeitern der Stadt oder Gemeinde Kontakt auf. Außerdem unterscheidet sich die Art der Kontaktaufnahme. Neben WhatsApp-Nachrichten werden von den Kriminellen auch Briefe versendet oder diese klingeln persönlich an der Tür. Lassen Sie sich davon nicht beeindrucken und bleiben Sie immer misstrauisch.

So schützen Sie sich vor der Betrugsmasche mit Einbrüchen

Die Polizei gibt einige nützliche Tipps, wie Sie sich vor der Betrugsmasche schützen können und wie Sie mit derartigen Nachrichten per Post oder WhatsApp im Namen des Bundeskriminalamtes oder der Polizei umgehen sollten:

  • Reagieren Sie nicht auf solche Schreiben. Das BKA oder die Polizei nimmt weder Kontakt per Messenger auf, noch informiert diese auf diesem Weg über geplante Straftaten.
  • Rufen Sie die angegebene Telefonnummer nicht an.
  • Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung und übergeben Sie keine Wertgegenstände an Beamte.
  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen wie Polizisten den Dienstausweis.
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben.
  • Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten.
  • Die Polizei oder andere Behörden werden Sie niemals um Geldbeträge oder andere Wertgegenstände bitten.
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
  • Übergeben Sie niemals Geld, Schmuck oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.

Diese Warnungen sollten Sie auch kennen



Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Weil du diesen Beitrag nützlich fandest...

Folge uns in sozialen Netzwerken!

Es tut uns leid, dass der Beitrag für dich nicht hilfreich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.