Was ist ein Kettenbrief und warum ist er gefährlich?

Kettenbrief Definition
(Foto: mohamed_hassan auf pixabay.com)

Kettenbriefe sind in den sozialen Netzwerken Facebook, WhatsApp und Instagram immer wieder unterwegs. Von den harmlosen Varianten gehen die Inhalte über Klickaufforderungen bis hin zu Drohungen. Doch was ist ein Kettenbrief und wann sind diese Nachrichten gefährlich?

In den sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram aber auch auf WhatsApp sorgen Kettenbriefe immer wieder für Unruhe. Teilweise hängt das damit zusammen, dass die Nutzer nicht einschätzen können, ob diese Nachrichten ernst gemeint sind. Das Unwissen und die Neugier der User tragen dann zur Verbreitung der Kettenbriefe bei und das Internet wird sinnlos zugespamt.

Dabei haben es die Kettenbriefe immer wieder auf unterschiedliche Ziele abgesehen. Teilweise dienen sie der Belustigung, teilweise machen sie Ihnen Angst (Warnung vor Freundschaftsanfragen auf Facebook) und teilweise animieren sie Sie zum klicken und locken damit in Abofallen oder zu Datensammlern. Die Frage ist, was ein Kettenbrief nun im eigentliche Sinne ist? Und warum können Kettenbriefe so gefährlich sein?


Hätten Sie das gewusst?

Definition Kettenbrief

Während Kettenbriefe früher noch per Post versendet wurden (ja, auch das gab es), machen sie heute virtuell die Runde. Vor allem der Messenger WhatsApp muss immer wieder für diese Art der Nachrichten herhalten. Aber auch in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram stoßen Sie regelmäßig auf derartiger Posts.

Was macht einen Kettenbrief aus? In der Regel sollen Sie diesen mit mehreren Personen teilen. Manchmal wird Ihnen dafür sogar etwas versprochen (ein Preis, neue Smileys, und so weiter). Teilweise setzen die Kettenbriefe Sie aber auch unter Druck, damit Sie die Verbreitung der Nachricht nicht unterbrechen.

Die Webseite klicksafe.de unterteilt die Kettenbriefe in folgende logische Kategorien:

  • Der Klassiker: Die Warnung vor Gefahren
  • Die Empörung: Zwischen Gerücht und Hass Posting
  • Die Eventorganisation: „Am 23.9. ziehen alle pinke Oberteile an!“
  • Der Angstmacher: Von Angst bis Panik
  • Der Klick-Köder: Clickbaiting – Der Drang, draufzuklicken
  • Der Sozialbarometer: „Du bist nur beliebt, wenn du viele Herzchen bekommst“
  • Der Gebühren-Schreck: Erhöhung der Gebühren/Löschung des Accounts

Die Macher der Netzwerke und Messenger versuchen die Verbreitung der Kettenbriefe einzudämmen und zu verbieten. Auf WhatsApp können Sie Nachrichten mittlerweile nur noch an eine begrenzte Anzahl von Personen weiterleiten. Auf Facebook und Instagram melden Sie unangebrachte Nachrichten einfach.

Wie werden Kettenbriefe verteilt?

Für die Verbreitung nutzen die Kettenbrief-Macher das Schneeballsystem. Zunächst teilt einer die Nachricht mit seinen Freunden. Anschließend teilen die Freunde mit ihren Freunden und diese wiederum mit ihren Freunden. Und so geht die Verteilung weiter, bis sie vielleicht doch irgendwann einmal unterbrochen wird.


Hätten Sie das gewusst?
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Was sollen Sie mit den Kettenbriefen machen?

Am besten ist, wenn Sie solche Nachrichten einfach nicht beachten und löschen. Aber theoretisch können Sie zwischen guten und bösen Nachrichten unterscheiden. Wenn Sie beispielsweise einen Kettenbrief bekommen, wo es um das Andenken von Krebspatienten geht und sie eine Gedenkminute einlegen sollen, ist nichts verwerfliches dabei, wenn Sie diesen Kettenbrief teilen. Solange keine Beleidigungen, Bedrohungen, Aufforderungen zu Klicks oder Ähnlichem enthalten sind, verbreiten Sie damit auch nicht Angst und Schrecken. Allerdings sollten Sie auch an Ihre Freunde denken, die von dieser Art Spam-Nachrichten genervt sein könnten.

Kettenbriefe in denen es um Warnungen geht, sollten Sie genau hinterfragen. So haben wir beispielsweise die Meldungen zu den Freundschaftsanfragen auf Facebook und die neuen Kommunikationsregeln schon als Fake-Meldungen deklariert. Bei Unsicherheiten befragen Sie am besten das Internet oder leiten die Nachricht an unsere E-Mail redaktion@dermike.de weiter.

Warum werden die Nachrichten ernst genommen?

Das hat einen ganz einfachen Hintergrund. In der Regel bekommen Sie den Kettenbrief per WhatsApp-Nachricht oder im Messenger von einem Freund oder gar Familienmitglied gesendet. Dem vertrauen Sie automatisch. Schließlich handelt es sich um Ihre Freunde. Doch selbst wenn die Nachricht von einem guten Freund oder der Familie kommt, sollten Sie diese zunächst hinterfragen. Blindes Teilen bringt niemanden etwas.

Klären Sie Ihre Freunde und die Familie auf. Gegebenenfalls ist der Absender der Nachricht in eine Abofalle oder an einen Datensammler geraten. Dann ist guter Rat gefragt. Wenn Sie hier blind weiter teilen, wird Ihnen das gleiche Schicksal widerfahren.

Sprechen Sie mit Ihren Kindern

Ganz wichtig ist, dass Sie mit Ihrem Nachwuchs über das Thema Kettenbriefe sprechen. Denn gerade die bedrohlichen Nachrichten können auf die Kinder verstörend wirken. Hier ist es wichtig, dass Sie eine gesunde Medienkompetenz vermitteln. Sprechen Sie mit den Kids über die im Umlauf befindlichen Briefe. Gehen Sie den Inhalt durch und machen Sie deutlich, wo die Gefahr bei den Briefen liegt. Erklären Sie Ihrem Nachwuchs, dass niemand aus dem näheren Umfeld in Gefahr gerät oder gar getötet wird, nur weil sie einen Kettenbrief nicht weiterleiten.

Welche Kettenbriefe kennen Sie?

Nutzen Sie gern die Kommentare unter dem Artikel, um uns Ihre Erfahrungen mit Kettenbriefen mitzuteilen. Vielleicht haben Sie auch Tipps für unsere Leser, wie diese ganz leicht einen Kettenbrief erkennen? Außerdem interessiert uns, auf welche Kettenbriefe Sie schon gestoßen sind.

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